Der Spielfilm: Hertha wieder Spitze: 2:1 gegen Gladbach

Hertha BSC hat die Mini-Erfolgsserie von Borussia Mönchengladbach gestoppt und steht zumindest für einen Tag wieder auf dem Platz an der Sonne. Eine Woche nach der verspielten Tabellenführung gewannen die Berliner gegen Bundesliga-Schlusslicht Gladbach mit 2:1 (2:0).

Der Sieg war sehr wichtig nach der Niederlage in Wolfsburg, es war wie erwartet schwer , kommentierte Hertha-Coach Lucien Favre den am Ende noch knappen Dreier . Das Ziel UEFA-Cup aber will Hertha auch weiter nicht ändern. Wir wissen, was wir können. Wir wissen aber auch, dass noch ein Tick fehlt, um andere Ansprüche zu stellen , merkte Berlins Manager Dieter Hoeneß an.

Mit effektivem und kompromisslosem Fußball vor allem in der ersten Hälfte schaffte Hertha am 22. Spieltag schon den neunten Heimsieg in Serie. Der Ukrainer Andrej Woronin (28. Minute) und der Ungar Pal Dardai (44.) trafen vor 48 534 Zuschauern im Olympiastadion für Berlin. Die Gladbacher, die nun sechseinhalb Jahre auf einen Sieg bei Hertha warten, behalten mit 16 Zählern die Rote Laterne. Der Anschluss durch ein Elfmeter-Tor von Michael Bradley (69.) war zu wenig. Gladbach-Trainer Hans Meyer sah sein Team im Duell Cleverness gegen jugendlicher Leichtsinn vor allem deshalb unbelohnt, weil wir in der Offensive jugendlich nett gespielt haben .

Woronin bestand kurz vor dem Anpfiff einen Belastungstest, so konnte Favre dieselbe Startelf wie beim jüngsten 1:2 in Wolfsburg zur Wiedergutmachung auf den Rasen schicken. Und die Berliner, noch immer ohne die verletzten Pantelic, Kacar, Chahed und Lustenberger, begannen stürmisch. Raffael scheiterte allein vor Logan Bailly am erneut starken belgischen Schlussmann der Gladbacher (9.). Doch als Cicero einen Traumpass in die Spitze spielte, ließ sich Woronin sein siebtes Saisontor nicht entgehen. Ich mache meinen Job so gut ich kann. Alles andere muss mein Manager mit Hertha besprechen , sagte Woronin zum Dauerthema Weiterverpflichtung. Bis zum Saisonende spielt der Torjäger noch als Liverpooler Leihgabe.

Die Gäste versteckten sich nach der Mini-Erfolgsserie von fünf Punkten in drei Spielen nicht. Auch ohne den nach einem Magen-Darm-Infekt zu geschwächten Routinier Tomas Galasek startete Borussia immer wieder Offensiv-Attacken, denen allerdings die letzte Konsequenz fehlte. So kam Bradley einen Schritt zu spät (10.). Jung-Nationalspieler Marko Marin, der immer wieder die Flügel wechselte, machte bei seinen Dribblings oft einen Haken zu viel.

Wesentlich zielstrebiger und effektiver zeigten sich die Berliner, bei denen die Handschrift von Favre von Spieltag zu Spieltag deutlicher wird. U-21-Nationalspieler Patrick Ebert steckte kurz vor der Pause den Ball geschickt zu Dardai durch – und der Dauerkämpfer drückte den Ball ins rechte untere Eck. Wie schon beim 1:0 kam Gladbach-Kapitän Filip Daems den entscheidenden Schritt zu spät.

Hertha ließ nach der Pause stark nach, Gladbach investierte mehr. Nachdem der eingewechselte Oliver Neuville Gelegenheiten verpasst hatte (55., 57.), entschied Schiedsrichter Peter Gagelmann nach einer Abwehr-Grätsche von Arne Friedrich gegen Marin auf Elfmeter. Der US-Amerikaner Bradley verwandelte sicher. Gladbach drängte danach auf den Ausgleich, Marin scheiterte mit einem Freistoß an Jaroslav Drobny (86.). Die größten Chancen vergaben auf der Gegenseite jedoch Raffael (83.), Woronin (90.) und Waleri Domowtschijski (90.+2).





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© Ralf Kinzer

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